Trennfuge

Sie bog in die Einkaufsstraße ein. Die Sonne blendete, sodass sie ihre Hand wie einen Schirm vor ihre Augen halten musste, um sehen zu können, wo sie hinlief. Das Kopfsteinpflaster war hier gefährlich. Die Steine waren nach dem Krieg unregelmäßig, spärlich verlegt worden. Breite Fugen warteten auf Füße, die sie zum Stolpern bringen konnten. Ihr Blick […]

Leipzig Storys Pt. I

Ich sitze hier und starre mit zusammengekniffenen Augen auf mein Glas. Eine Scheibe Gurke schwimmt in der durchsichtigen Flüssigkeit. Kleine Blasen lassen sie im schummrigen Licht der Küche glitzern. Ich bin müde. Mein Kopf hängt schwer auf meinen Schultern und versucht sich der Schläfrigkeit zu entziehen. Es ist Freitag, halb eins und wir sitzen zu fünft […]

#zuvielgefühl Zukunftslähmung und Entscheidungen

Ich bin müde. Ich sitze hier, zuhause auf meiner Couch und bin erschöpft. Wovon weiß ich nicht. Es ist nicht so, als wäre ich so schwer beschäftigt. Als wäre ich überarbeitet. Ich bin eher überdacht. Von überdenken, totdenken.Mein eigenes Älterwerden hat mich in den letzten Wochen eingeholt. Klingt viel zu dramatisch, aus dem Mund einer […]

Einfach mal den Mund halten

Diesen Gedanken trage ich nun schon eine Weile mit mir herum. Immer wieder wird er lauter, präsenter in meinem Kopf, um dann wieder für eine kleine Zeit in den Untiefen meines Gehirns zu verschwinden. Und immer wieder gibt es einen Auslöser, einen kleinen oder großen Wutmacher, der mich wünschen lässt, dass Meinungsfasten populär wird.  Der […]

Kopf über Lärm

Mir brummt der Kopf. Ich sitze auf der Couch und versuche meine Augen zum Stillstand zu zwingen. Sie bewegen sich zu schnell in ihren Höhlen, lassen die Welt vor ihrer Tür schwanken und mich schwindeln. Ich frage mich, wie viel heute schon durch die Schlucht zu meinem Magen geflossen ist.  Auch meine Freunde sind Teil […]

Heimat

Heim kommen fühlt sich merkwürdig an. Ich durchstreife die verschlafene Stadt, die sonnengewärmten Straßen und schaue mich um. Mal genauer, mal weniger genau, gedankenlos nehme ich meine Umgebung wahr. Häuser, Mauern, Wege. Alle Anblicke so bekannt, so oft gesehen und überall so viel gesehen, in all den Jahren, in denen ich die Stadt schon durchstreift […]

Ein Tag am Meer

Juli 2016 Hier stehe ich nun. Allein, aber nicht einsam. Um mich herum schluckt die Dunkelheit jede Bewegung. Unter meinen Füßen fühle ich den weichen, weißen Sand. Ab und zu schwappt eine Welle über sie und hinterlässt ein kaltes Kribbeln auf der Haut. Das Meer verschwimmt mit dem dunklen Horizont und rauscht leise vor sich hin. […]

Bilder malen

Unsicherheit öffnet dir den Mund und zeigt der Welt,was du gern sein würdest. Verbirgt dabei,gibt vor, verstecktDichhinter Worten, die glauben machen sollen. Gespräche werden Kämpfe, ausgetragen auf großer Bühne, immervor aller Augen. Sieger gibt es keine,im unendlichen Spielkann man Selbst nur verlieren.

Bankgedanken

Die Wolken hingen heute tief. Dunkel und schwer lasteten sie auf dem Tag, drückten alles herunter. Blumen blickten traurig zu Boden, Gras fläzte sich faul auf der Wiese und Blütenpollen bildeten auf dem feuchten Weg einen weißen Teppich.Der Tod aller Allergiker. Früher war er auch Allergiker gewesen. Alljährlich, von März bis September, hatte es die […]

Gelesen&Gehört I

Was ich immer schon gerne gemacht habe, schon als Kind, über die Pubertät hinweg und sogar während der stressigsten Klausurenphasen, ist lesen. Überhaupt den Kopf füllen mit Worten, Bildern, Ideen und Inspirationen, sodass auch immer etwas zum Nachgrübeln oder ablenken da ist. Ich hoffe sehr, dass dieses Format einigermaßen regelmäßig erscheinen kann, dass mir auch in […]

Meinen Platz finden

Das Gefühl irgendwie verloren zu sein, sich auf dem eigenen Weg irgendwie verloren zu haben, knabbert von innen, flüstert stichelnd in jede Entscheidungsfindung hinein, beäugt misstrauisch und argwöhnisch jede Überlegung und hinterlässt dich in ahnungslosem Stillstand. Die Frage nach dem Wohin kommt zum Erliegen, obwohl die Antwort darauf wohl den einzigen Ausweg aus diesem lähmenden […]

introvert

Sichtbar, scheinbar durchscheinbar.Nicht greifbar,doch irgendwie da.Wirbelnde Worte,im Verborgenenaufgereiht,warten drängelnd, ungesehen, ungehört. Fluss von oben,Zug von untenlöst die Zunge.Vorrübergehend geistesgegenwärtig.Doch vernebeltlässt sich nicht klarer sehen.Redselig,bis die Welt kippt,Ich kippe, falle, zurückfallein alte Muster.

Warten

Ratter, ratter, ratter. So ein eintöniges Geräusch.Mit der zusammengezogenen Augenbraue über ihnen schweifen meine Augen umher, um die Ursache dafür zu finden. Währenddessen streichen meine Fingerkuppen über den roten Samtbezug des Sitzkissens.Der weiche Stoff beruhigt mich, während ich mich noch immer nach der Quelle des Geräusches umschaue. Da! Links von mir. Die Rolltreppe.Ratter, ratter, ratter. Sekündlich lässt […]

Aufgebraucht

Es leuchtet hell auf. Ihre Augen huschen routiniert, beinahe gleichgültig über den Bildschirm. Nur dieser eine Moment, die kleine Sekunde bevor sich das Display wieder verdunkelt, reicht, lassen sie verharren und verwundert zurück, immer noch starrend, obwohl das kleine Kästchen, welches ihre Aufmerksamkeit geweckt hat, schon längst wieder hinter der schwarzen Wand verschwunden ist. Verwunderung lässt […]

Wohin wir gehen

In letzter Zeit taucht er immer wieder auf. Ploppt wie eine ungewollte Internetanzeige in meinem Kopf auf und belästigt mich. Wirft mich mit seinen Fragen aus der Bahn. Diese Fragen, die einem schwitzige Hände und Herzklopfen bringen. Bedrängt mich und wartet ungeduldig auf eine Antwort. Der Gedanke über meine Zukunft. Eigentlich will ich meine wertvolle […]

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